Kindermöbel sollten mit Bedacht ausgewählt werden. Dabei sind verschiedene Kriterien zu beachten. Das Hauptaugenmerk sollte hierbei auf der Sicherheit liegen.
Grundsätzlich müssen Kindermöbel eine hohe Qualität aufweisen. Verschraubungen und Verleimungen sowie die Beschaffenheit des Materials sollten vor dem Kauf sorgfältig überprüft werden. Die Einrichtungsgegenstände müssen robust sein und stabil stehen, damit sie nicht kippen können. Bei Bedarf können z.B. Regale zusätzlich an der Wand befestigt werden. Holzmöbel eignen sich für Kinderzimmer am besten, da sie eine hohe Stabilität aufweisen. Harte Holzarten wie Buche sind strapazierfähig und daher für ein Kinderzimmer besser geeignet als empfindliche weiche Hölzer. Sehr leichte Möbelstücke, etwa aus Aluminium, gilt es zu vermeiden.
Glatte Oberflächen schützen vor Splittern, Ecken und Kanten sollten abgerundet sein. Zu diesem Zweck kann im Baumarkt oder Möbelhaus ein Kantenschutz gekauft werden.
Außerdem dürfen die Möbelstücke keine hervorstehenden Nägel oder Schrauben aufweisen, an denen sich das Kind verletzen könnte.
Für ein Babyzimmer werden zunächst nicht viele Teile benötigt. Der Wickeltisch muss sicher stehen und eine rutschfeste Auflage haben. Sinnvoll ist es, ein Regal für Pflegeutensilien in der Nähe zu haben. Dabei ist zu beachten, dass sich dieses außerhalb der Reichweite des Babys befindet und keinesfalls kippen kann.Beim Gitterbett ist der Abstand der Stäbe für die Sicherheit des Kindes entscheidend. Zu große Lücken stellen eine Gefahr dar, da das Baby mit dem Kopf zwischen den Gitterstäben stecken bleiben kann. Praktisch ist ein Bett mit höhenverstellbarem Boden, der nach unten versetzt wird, sobald das Baby mobiler wird.
Etwa ein halbes Jahr nach der Geburt kann das Kind in einem Hochstuhl sitzen. Dessen Lehne sollte eine Höhe von mindestens 25 cm haben. Ein Schrittgurt mit Bauchbügel verhindert, dass das Kind vom Stuhl rutscht. Grundsätzlich muss der Hochstuhl sicher stehen.
Bei Möbeln für Babys und Kleinkinder ist zudem zu beachten, dass sie keine Kleinteile beinhalten, die verschluckt werden können. Mit zunehmendem Alter wird auch mehr Mobiliar benötigt. Ein kleines Sofa, ein Sessel oder ein Sitzsack sowie ein Tisch mit Stühlen zum Malen oder Spielen sind nützliche Möbelstücke für jüngere Kinder. Ein Hochbett eignet sich hervorragend für die größeren Kinder und stellt eine Platzschaffende Alternative zu am Boden stehenden Betten dar. Eine ausreichend hohe Sicherung an den Rändern schützt das Kind vor dem Sturz aus dem Bett. Außerdem sollte auf einen stabilen Lattenrost geachtet werden. Ideal sind verstellbare Kindermöbel, die an die jeweiligen Bedürfnisse des Kindes angepasst werden können. So wird gewährleistet, dass das Mobiliar immer der aktuellen Wachstumsphase entspricht. Wichtig ist hierbei, dass sich die Mechanismen einfach und sicher verstellen lassen.
Für Schulkinder empfiehlt sich ein höhenverstellbarer Schreibtisch und Stuhl. Flexible Kindermöbel schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern wirken sich auch positiv auf die physische Entwicklung des Kindes aus. Dazu müssen die Einstellungen in regelmäßigen Abständen kontrolliert und angepasst werden. Neben der Sicherheit stellt die Gesundheit ein Kriterium für den Kauf von Kindermöbeln dar. Beschichtungen sollten frei von Schadstoffen sein. Giftige Substanzen schaden der Umwelt wie dem Kind. Gütesiegel sind ein Indikator für geprüfte Qualität hinsichtlich Sicherheit und Gesundheit.
Allgemein sollten Kindermöbel eine Kombination aus optisch ansprechender Gestaltung und Funktionalität aufweisen. Die Kleinen integrieren das Mobiliar in ihr kreatives Spiel. Optimal ist ein multifunktionales Kinderzimmer, das die Phantasie anregt und den kindlichen Bedürfnissen gerecht wird. Es sollte gewährleistet sein, dass das Kind sich in seinem Raum ausreichend bewegen kann, ohne dass ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht. Eine Möglichkeit zum Ausruhen muss ebenso gegeben sein. Des Weiteren sollte das Spielzeug übersichtlich verstaut werden können. Ein zu voll gestelltes Kinderzimmer erzeugt Enge und Reizüberflutung. Hier ist weniger oft mehr. Wichtig ist, dass das Mobiliar sicher und funktionell ist und den individuellen und altersbedingten Bedürfnissen des Kindes entspricht.